CHROMATEXPERTENErkennen|Beherrschen|VerhindernGib Chrom(VI) keine Chance!

Chromat-Kompendium

Studien, Analysen und Warnmeldungen

Die hier abrufbaren Unterlagen richten sich an Entscheidungsträger in Industrie und Behörden sowie an alle, die Arbeits- und Umweltschutz nicht nur verbessern, sondern auch anwenden wollen.

Grundlage

Cr6.info

Grundlage des Kompendiums ist die Analyse „Die übersehene Zutat“ von Markus Sommer, dem Chromatexperten. Sie ist unter www.cr6.info in sieben Ausgaben (Deutsch, Schweiz, Englisch, USA, Französisch, Niederländisch, Polnisch) und jeweils drei Stufen als Fachanalyse, Kurzfassung und Überblick veröffentlicht; der gemeinsame Teil ist in allen Ausgaben versionsgleich, das Kapitel zum nationalen Regelwerk unterscheidet sich je Ausgabe.

Darüber hinaus enthält Cr6.info zwei Regelwerksanalysen zu Pflichten, die aus der Chromatbildung bei Wartungsarbeiten folgen: zum Expositionsverzeichnis nach § 10a GefStoffV und TRGS 410 sowie zum Chrom(VI)-Schnelltest und der sogenannten Neutralisation, die chemisch eine Reduktion ist.

Ergänzend bietet Cr6.info die interaktive Gefährdungsbeurteilung Chrom(VI) beim Dämmstoffausbau als App. Sie führt in elf Schritten von der Tätigkeit bis zu Betriebsanweisung und Dokumentation; jede Abfrage nennt ihre Fundstelle in TRGS 561, 401, 402, 500 und 600.

Große Studie zu Chromaten am Arbeitsplatz

Die englische und die niederländische Fassung sind maschinell übersetzt.

Studien und Auswertungen

Hauptstudie „E-Staub und Gesamtstaub“

Umfassende Studie zu Chrom(VI)-Expositionen bei Arbeiten mit (erd-)alkalimetallhaltigen Hochtemperaturisolierungen. Messungen der Chromatbelastung in der Luft und im Staub dokumentieren die Überschreitungen der Grenzwerte und analysieren Verschleppungsrisiken. Die Untersuchung zeigt, dass Chrom(VI) bereits bei Wartungsarbeiten an Isoliermaterialien freigesetzt wird. Zudem enthält die Studie technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen, regulatorische Bewertungen und Empfehlungen zur Substitution.

Nebenstudie „Isolationskassetten“

Die Nebenstudie untersucht die Chrom(VI)-Belastung in Isolationskassetten an Gasmotoren. Chromhaltige Metallgehäuse bilden in Kombination mit calciumhaltigen Isoliermaterialien krebserzeugende Chromate. Besonders gefährlich sind „sauerstoffoffene“ Bereiche, an denen z. B. calciumhaltige Fasern freiliegen. Die Studie bestätigt Verschleppungsrisiken durch Staubablagerungen und Hautkontakt, die weit über den direkten Arbeitsbereich hinausgehen.

Folgestudie „Handhabung Isolationsmaterial“

Die Folgestudie untersucht die Chrom(VI)-Exposition bei der Handhabung gebrauchter Isolationsmaterialien. Luftmessungen zeigen, dass bereits normale Wartungsarbeiten mit Isolationselementen Chromate freisetzen und Grenzwerte überschritten werden. Besonders problematisch ist die unbewusste Verschleppung durch Staubablagerungen, Arbeitskleidung und Luftströmungen; auch unbeteiligte Personen sind gefährdet.

Beobachtungen aus der Praxis

Messungen in Kraftwerken, Blockheizkraftwerken und industriellen Anlagen zeigen, dass Chromate regelmäßig freigesetzt werden und Arbeitsplatzgrenzwerte überschritten sind. Herstellerwarnungen und Labornachweise belegen, dass diese Gefahr nicht auf Einzelfälle beschränkt ist.

Entscheidungshilfe „Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung“

Auf insgesamt 54 Seiten werden alle bekannten Entscheidungsgrundlagen für die Gefährdungsbeurteilung beim Umgang mit krebserzeugenden, hautresorptiven und umweltschädlichen Chrom(VI)-Verbindungen erläutert und nach den geltenden Regeln im deutschen Arbeits- und Umweltschutz bewertet. Achtseitige Zusammenfassung.

Analysen und Berichte

01

BHKW-Messungen

In Motorräumen mit calciumhaltigen Isolierungen wurden Überschreitungen der Chrom(VI)-Grenzwerte von 210 bis 290 Prozent gemessen.

02

Das Minimierungsgebot

EU-Vorschriften verlangen strikte Minimierung der Chrom(VI)-Exposition am Arbeitsplatz. Das STOP-Prinzip gilt: Substitution vor technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

03

Die Substitutionsprüfung

Fallstudie zur Substitution alkali- und erdalkalimetallhaltiger Isoliermaterialien zur Verhinderung der Bildung krebserzeugender Chrom(VI)-Verbindungen.

04

Alkalieinfluss auf Edelstahl

Wie alkali- und erdalkalimetallhaltige Isoliermaterialien die Passivschicht von Edelstahlheißteilen bei Temperaturen bis 600 °C destabilisieren und dadurch Chrom(VI)-Verbindungen entstehen können.

05

Psychologie (Bias)

Psychologische Barrieren wie kognitive Dissonanz, Status-quo-Bias und Confirmation Bias, die das Verständnis für die Minimierung von Chrom(VI)-Risiken behindern.

06

Chromate und Gesundheit

Inhalation und Hautkontakt können DNA-Schäden, Lungenkrebs, COPD und neurologische Störungen verursachen.

07

Missstände der Bewertung

Fallstudie zu Missständen bei der Bewertung der Chromatentstehung durch calciumhaltige Isolationssysteme.

Arbeitshilfen